Feuerwehr im Saarland: Ehrenamt mit Herz, Mut und Zukunft

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Wenn Sirenen ertönen, sind sie längst unterwegs: die Feuerwehrleute im Saarland.

Ob bei Bränden, Verkehrsunfällen, Hochwasser oder Sturmschäden – rund 98 % aller Einsätze werden von Freiwilligen geleistet. Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen – rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres. Neben den sichtbaren Einsätzen gehört viel unsichtbare Arbeit dazu: Wartung, Ausbildung, Einsatzplanung. Ohne sie stünde der Bevölkerungsschutz still.

Engagement über Generationen hinweg

Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Feuerwehrangehörigen im Saarland 2024 leicht gestiegen – auf 11.543 Aktive. Besonders erfreulich: Der Anteil der Frauen wächst weiter und liegt inzwischen bei 12,3 %, der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Auch der Nachwuchs zeigt starke Zahlen – 4.934 Kinder und Jugendliche engagieren sich in den Jugendfeuerwehren, fast ein Drittel davon Mädchen. Diese Begeisterung junger Menschen sichert die Einsatzbereitschaft von morgen.

Einsatzrekorde und wachsende Anforderungen

Das Jahr 2024 stellte die saarländischen Feuerwehren auf eine harte Probe: 12.890 Einsätze – ein Plus von über 65 % – vor allem durch Hochwasser und Starkregen. Technische Hilfeleistungen, Gefahrgutunfälle und Extremwetter verlangen heute mehr Wissen, Technik und Koordination denn je. Deshalb investiert das Land in moderne Ausrüstung, neue Fahrzeuge und spezialisierte Ausbildung – insgesamt über 11,5 Millionen Euro.

Mehr als ein Ehrenamt

Feuerwehr ist nicht nur Rettung, sondern auch Gemeinschaft. Sie verbindet Generationen, Berufe und Gemeinden – sie steht für Verantwortung, Solidarität und Mut. Innenminister Reinhold Jost bringt es auf den Punkt: „Das Ehrenamt hat Zukunft – und es hält unser Land zusammen. Deshalb haben die Frauen und Männer, Jungen und Mädchen der Feuerwehr unseren vollen Respekt und auch Unterstützung verdient. Denn ohne die Frauen und Männer in Uniform wäre das Saarland ein weniger sicheres Land.“