Ausstellungen

Datum/Zeit: 15/09/2022 |
Veranstaltungsort: Saarlandweit | Saarland | Saarland

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The World of Music Video

Musikvideos sind Zeichen unserer Zeit und integraler Bestandteil unserer Gegenwartskultur, weltweit abrufbar, weltweit produziert – ein Nukleus der globalen Unterhaltungsindustrie. Zugleich sind sie eine Welt für sich in ihrer einzigartigen Verschmelzung von Film, Musik, Kunst, Tanz und Zeitfragen. Diese Welt zu erkunden, ist das Ziel der Großausstellung zur Geschichte und Gegenwart des Musikvideos im Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Musikvideos sind Gesamtkunstwerke im Minutentakt, eine besondere Kreativ-Plattform für Musiker:innen, Filmregisseur:innen, Künstler:innen, Designer:innen und Choreograph:innen. THE WORLD OF MUSIC VIDEO im Weltkulturerbe Völklinger Hütte macht diese faszinierende und hybride Kulturform vom 22. Januar bis 16. Oktober 2022 zum Thema – opulent und dezidiert zugleich.

Es geht nicht nur um musikalische und filmkünstlerische Qualität, sondern auch um brennende Inhalte: KI, Klimawandel, politische, psychische und physische Gewalt sowie Genderfragen aller Art. So entsteht ein in dieser Form noch nie realisiertes Panorama des Genres Musikvideo

Einmalig ist schon der Ausstellungsort: Die originalgetreu restaurierte Gebläsehalle samt Verdichterhalle, wird zum kongenialen Schauplatz der musikalischen Projektionen: Über sechzig Großleinwände mit bis zu sieben Metern Spannweite scheinen zwischen den riesigen Maschinen auf, Monitore leuchten in intimeren Nischen. Und wer Courage hat, blickt oder steigt hinab in die Unterwelt der wieder freigelegten Schächte, wo Filme mit drastischerem Inhalt laufen.

Noch bis 16.10.2022, täglich 10:00 – 19:00 Uhr

Weitere Informationen: voelklinger-huette.org


MENSCH UND MYTHOS

John F. Kennedy und Barack Obama haben Amerika geprägt – doch was macht sie so besonders?

Am Mittwoch, den 22. Juni, um 18.30 Uhr eröffnen wir die Ausstellung „Charisma in der Politik“ über die beiden ehemaligen US-Pr.sidenten John F. Kennedy und Barack Obama mit einem Vortrag von Prof. Dr. Georg Schild zum Thema „John F. Kennedy, Mensch und Mythos“.

Die Ausstellung sowie die Veranstaltung finden in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut und dem Auswärtigen Amt statt.

„JKF“, John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, war schon zu Lebzeiten eine Ikone, sein Tod durch ein Attentat in Dallas verwandelte ihn in einen Mythos. Sowohl um sein Leben als auch um seinen Tod ranken sich unzählige Gerüchte und Mythen.

Barack Obama zog hingegen im Jahre 2009, als er mit 47 Jahren Präsident der Vereinigten Staaten wurde, nicht nur die Aufmerksam der Welt auf sich, sondern auch eine intensive Hoffnung auf ein Amerika, das mit dem ersten schwarzen Pr.sidenten das Erbe der Sklaverei und den Rassismus überwinden könnte. Dies fand Ausdruck in dem nur 5 Wochen nach der im November 2008 gewonnenen Wahl verliehenen Friedensnobelpreis. Sein Charisma und die Bilder zusammen mit seiner populären Frau und seinen Kindern ließen Erinnerungen an John F. Kennedy aufkommen, dessen kurze Amtszeit oft mit „Camelot“, dem glanzvollen Hof von König Arthur, bezeichnet wurde.

In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut und dem Auswärtigen Amt erleben Sie John F. Kennedy und Barack Obama hautnah in intimen Portraits. Obama wurde 5 Jahre lang bei seinen Wahlkampfkampagnen fotografisch begleitet.

Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Täglich bis 15.07.2022

Weitere Informationen: unionstiftung.de


Das Erbe Roms. Visionen und Mythen in der Kunst – Der Untergang des Römischen Reiches
Die große Landesausstellung in Trier

25. Juni 2022 bis 27. November 2022
Noch heute gilt das Römische Reich als Maßstab für Macht, Kultur und Zivilisation. Im Urteil der Nachwelt gilt der Fall Roms den einen als „schlimmstes Unglück“, den anderen als „glänzender Triumph der Freiheit“. Im Hintergrund jedes Nachdenkens über den Aufstieg und Fall großer Mächte steht der Fall Roms Pate. Ob die Dekadenz der Eliten, Naturkatastrophen oder Invasion, die Antworten auf die „spannendste Frage der Geschichtswissenschaften“ sind immer auch ein Spiegel der Fragen des eigenen Werdegangs von Gesellschaften.

Das Stadtmuseum breitet die spannende Rezeptionsgeschichte des Themas in der abendländischen Kunst- und Kulturgeschichte aus: In der Vorstellung des 19. Jahrhunderts bedeutete der Untergang des Römischen Reiches Unabhängigkeit und Freiheit für ehemals Beherrschte. Schon seit dem 1. Jahrhundert, verstärkt aber seit der sogenannten „Völkerwanderung“, hatten sich zahlreiche Volksgruppen bemüht, ihre Unabhängigkeit von Rom zu erhalten. Aber erst mit dem Ende des Weströmischen Reiches 476 war der Weg frei für die Bildung neuer Reiche in Westeuropa.

Hatten bereits früh Hieronymus, Augustinus, Iordanes u.a. Grundlagen für eine Mythisierung des Untergangs von Rom gelegt, so entwickelten sich in den folgenden Jahrhunderten aus den Anführern der unterschiedlichsten Gruppen zunehmend nationale Heldenfiguren: Arminius in Deutschland, Vercingetorix in Frankreich, Boudicca in England usw. wurden zu zentralen Figuren sich langsam ausbildender Nationen. Und die Erzählungen um Nibelungen, Dietrich von Bern und Uther Pendragon verarbeiteten das Geschehen auf sagenhafte Weise und trugen so zur Identitätsbildung der modernen, europäischen Völker bei. Zahlreiche Gemälde vor allem des 19. Jahrhunderts beschäftigen sich mit den Gründen für den Untergang des römischen Reichs. Daneben führt der aufkeimende Nationalismus zu zahlreichen, phantasievollen Darstellungen der jeweiligen Helden, die „ihr“ Land gegen die „römische Unterdrückung“ verteidigen.

Weitere Informationen: museum-trier.de


DIE RASTATTER PROZESSE – NS-Verbrechen vor Gericht

Das Stadtarchiv Saarbrücken zeigt die Ausstellung „Die Rastatter Prozesse. NS-Verbrechen vor Gericht“, die vom Bundesarchiv Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegung in der deutschen Geschichte konzipiert wurde.

ÜBER DIE AUSSTELLUNG – Nach dem Ende des NS-Regimes standen die Alliierten vor der Herausforderung der juristischen Aufarbeitung der Gräueltaten. Schnell wurde deutlich, dass die bisherigen Rechtsnormen hierfür nicht ausreichten. Die Strafverfolgung musste neue Wege finden, diesem bis dahin unvorstellbaren Unrecht mit Mitteln des Völkerrechtes zu begegnen.

Zum Zentrum der Strafverfolgung in der französischen Besatzungszone wurde Rastatt. Dort, wo sich 1849 die letzte Bastion der deutschen Revolution befand, wurde am 2. März 1946 das Oberste Gericht für die französische Besatzungszone eingerichtet: das Tribunal Général du Gouvernement Militaire de la Zone Française d`Occupation en Allemagne et en Autriche. Über 2000 mal wurde im Ahnensaal des Rastatter Schlosses Anklage erhoben, 105 mal die Todesstrafe verhängt, diese 62 mal vollstreckt.

Die Geschichte dieses Rastatter Tribunals ist bisher jedoch kaum bekannt, denn bis 2016 lagen die Akten in französischen Archiven unter Verschluss. Die in Frankreich geltende 100-jährige Sperrfrist wurde vorzeitig aufgehoben. Zudem standen die Rastatter Prozesse, die die Verbrechen gegen die Gefangenen in kleineren Lagern, vor allem in Südwestdeutschland, aufarbeiteten, im Schatten der Nürnberger Prozesse.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die drei für die Saarregion bedeutenden Prozesse gegen das Personal des berüchtigten Gestapo-Lagers Neue Bremm in Saarbrücken im Mai und Juni 1946, die Prozesse um das Außenlager Iffezheim-Sandweier vom Mai 1947 als Teil der zahlreichen Natzweiler-Prozesse sowie der Röchling-Prozess gegen den saarländischen Großindustriellen Hermann Röchling von Februar bis Juni 1948.

Die Ausstellung bietet anhand zahlreicher Fotos und Dokumente, ergänzt vom Stadtarchiv durch die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung, Einblicke in dieses bedeutsame Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte.

WEITERE INFORMATIONEN

Die Ausstellung ist geöffnet:

Montags 9 bis 13 Uhr
Dienstags 9 bis 17 Uhr
Mittwoch 9 bis 13 Uhr
Donnerstag 9 bis 17 Uhr
Freitag 9 bis 13 Uhr
Die jeweils geltenden Corona-Bestimmungen sind beim Besuch zu beachten.

Eingang zum Stadtarchiv Saarbrücken von der Forbacher Straße
Stadtarchiv
Deutschherrnstraße 1
66117 Saarbrücken

Weitere Informationen: www.saarbruecken.de/stadtarchiv


ANKE ECKHARDT: „HOW BLACK IS THE BOX?“

In ihrer multimedialen Installation thematisiert die Künstlerin die Ambivalenz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Dabei folgt sie sogenannten Easter Eggs; versteckten Bedeutungsebenen innerhalb konkreter Anwendungen dieser digitalen Technologie.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Dauer: 02.06.2022 – 17.07.2022

Saarländisches Künstlerhaus – Karlstraße 1 – 66111 Saarbrücken
Telefon: +49 681 372485
Internet: http://www.kuenstlerhaus-saar.de/


ANKE-MILA MENCK: IM JUNI

Balance und Ordnung, Stabilität und Instabilität sind Zustände, mit denen sich Anke Mila Menck in ihren Installationen und Skulpturen beschäftigt. Der Leichtigkeit steht die Schwerkraft gegenüber. Das Fallen, Liegen, Steigen, Sinken setzt sie in ihrer Arbeit als wirkende, physikalische Kraft ein.

Eine Frau springt ins Wasser, zwei Objekte aus Porzellan liegen auf dunkler Fläche, Silberballone steigen, sinken. Anke Mila Menck, geboren 1973 in Ludwigshafen, führt mit einer Auswahl Arbeiten aus verschiedenen Jahren zusammen. Ausgestellt werden in den Galerieräumen Aquarelle, Skulptur und Installation.

Ihre Arbeitsweise ist mehr durch die Reduktion, als dem Hinzufügen bestimmt. „Ich mache, indem ich weglasse“ sagt sie, „das entspricht meinem Bedürfnis nach Leichtigkeit “. Last und Auftrieb sind die einander widerstrebenden Kräfte einer Installation aus schwebenden Silberballons, die von Wollfäden gehalten werden. Das Bild der Installation wird sich mit der Zeit verändern, die Ballone sinken und die Anordnung der Materialien wird anders sein.

Nach Ihrem Studium bei Christina Kubisch an der Hochschule der Bildenden Künste Saar hat Anke Mila Menck lange in Berlin gelebt und gearbeitet, mittlerweile ist Frankfurt am Main ihr Lebensmittelpunkt.

WEITERE INFORMATIONEN

Die Ausstellung ist vom 2. Juni bis 17. Juli dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Saarländisches Künstlerhaus – Karlstraße 1 – 66111 Saarbrücken
Telefon: +49 681 372485
Internet: http://www.kuenstlerhaus-saar.de/


ARMIN ROHR – „ICH MÄANDERE DURCH DIE WELT UND VERLIERE MICH ZEITLEBENS.“

Der Kulturverein Burbach präsentiert Ihnen die Ausstellung „Ich mäandere durch die Welt und verliere mich zeitlebens.“ von Armin Rohr.

Ausstellung: 10. Juni – 15. Juli 2022
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo-Do: 10-13 Uhr und 14-17 Uhr
Fr: 10-14 Uhr

Kulturverein Burbach – Bergstraße / Ecke Merziger Straße – 66115 Saarbrücken
Telefon: +49 681 99046728

Weitere Informationen www.kulturverein-burbach.de


TORSTEN BRUCH: NIE ALLEIN

Der Künstler wirft sich ein Kostüm über und agiert vor der Kamera. Dabei nutzt er Blue Screen Effekte. In seinen Videoarbeiten bringt er diese einzelnen Performances zusammen und erscheint als Gruppe. Fantasievoll zeigt er die Möglichkeiten im Umgang mit eigenen Klonen.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Dauer: 02.06.-17.07. 2022

Saarländisches Künstlerhaus – Karlstraße 1 – 66111 Saarbrücken
Telefon: +49 681 372485
Internet: http://www.kuenstlerhaus-saar.de


GUILLAUME GREFF : LA LIGNE CLAIRE – DIE HELLE LINIE

Fotoausstellung Guillaume Greff: „La ligne claire – die helle Linie“ im Park des Pingusson Gebäudes. Eingang über den Park, Hohenzollernstraße (Gegenüber der AWO)

Die Fotos von Guillaume Greff thematisiern die Spuren der deutsch-französischen Architektur, die in der Zeit des Wiederaufbaus im Grenzgebiet Saarland- Moselle nach dem zweiten Weltkrieg entstanden sind. Die künstlerische Herangehensweise soll einen neuen, singulären Blick auf dieses besondere Kulturerbe vermitteln. Die Arbeit ist eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Bildung und Kultur, dem Departement Moselle und dem Nouvel Observatoire Photographique du Grand-Est.

Pingusson-Gebäude · Hohenzollernstraße 60 · 66117 Saarbrücken
Die Ausstellung ist zwischen dem 25. Juni und dem 31. Juli 2022 samstags und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: https://www.saarland.de/mbk/DE/aktuelles/medieninformationen/2022/06/PM-220624-la-ligne-claire-eroeffnung.html


LA GRANDE MARCHE

„La Grande Marche“ ist ein bürgernahes Projekt, welches vier Länder aneinanderrückt: Luxemburg, Belgien, Frankreich und Deutschland.

Europa steht vor einer Reihe von Herausforderungen und muss dabei die Erwartungen und Bestrebungen ihrer Bürger erfüllen. Was wäre, wenn – genau in jenem Moment, da alles unerhört schnell zu gehen scheint – wir uns plötzlich Zeit ließen? Zeit zum Nachdenken, zum Zuhören, Zeit für Austausch und die Gegenüberstellung verschiedener Meinungen und Ideen?

Im Sommer 2021 machten sich die zwei Akteure – Simon Brunel und Nicolas Pannetier vom „Atelier limo“ – auf zu einem Fußmarsch entlang der Südgrenze Luxemburgs, um von Ost nach West eine kosmopolitische Region und ihre Bewohner kennen zu lernen.

Unterwegs dokumentierten sie dieses „Miniatur-Europa“, wo in einem Umkreis von 30 km nicht weniger als vier der Gründungsstaaten der Europäischen Union zu Hause sind. Mit einem dokumentarisch-partizipativen Ansatz widmeten Sie sich aufmerksam den Geschichten und Bestrebungen der Bewohner und ergründeten ihre Meinungen zu Fragen des Miteinanders, der Sprache und der kulturellen Unterschiede, über den Wert der Arbeit, über Solidarität und Nachhaltigkeit.

Diese Portraits bilden in Beziehung zueinander eine Reflexion darüber, wie man Europa auf Augenhöhe mit den Menschen neu denken kann. Die Ergebnisse und die Dokumentation von „La Grande Marche“ entlang der Grenzen werden in einer multimedialen Wanderausstellung, einer steuerbaren Web-Plattform und einem kurzen Dokumentarfilm präsentiert.

Dauer: 10.06.22 – 10.07.22

KuBa Kulturzentrum am EuroBahnhof e. V. · Europaallee 25 · 66113 Saarbrücken
Telefon: +49 681 959-1200
Internet: http://www.kuba-sb.de

Öffnungszeiten:
Di –Fr + So 15–18 Uhr
Mo und Sa geschlossen
Do, 16. Juni, Fronleichnam, geschlossen


AUSSTELLUNG ZU CONNY PLANK

Der Saarländische Rundfunk widmet dem Musikproduzenten Conny Plank eine Ausstellung. Zu sehen sind Plattencovers, Auszeichnungen und Fotos aus seinem Berufs- und Privatleben. Conny Plank wurde 1940 bei Kaiserslautern geboren und arbeitete zwei Jahre lang beim SR. In den 70er und 80er Jahren produzierte er in seinem eigenen Studio die ersten Alben von Kultbands. Dazu gehören etwa Kraftwerk, Ultravox oder Eurythmics. Conny Planck ist im Jahr 1987 in Köln gestorben. Die Ausstellung beim SR geht bis zum 25. November.

Saarländischer Rundfunk · Funkhaus Halberg · 66100 Saarbrücken
Telefon: +49 681 602-0


Christian Boltanski – Die Zwangsarbeiter
Erinnerungsort in der Völklinger Hütte
In den letzten Jahren hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in Zusammenarbeit mit Historikern wie Dr. Inge Plettenberg den Forschungsstand zu den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Völklinger Hütte erweitert und präsentiert.  Berührend und sehr emotional eröffnet die große Installation von Christian Boltanski in der Sinteranlage der Völklinger Hütte nun einen neuen Zugang zum Thema Zwangsarbeit. Im Weltkulturerbe Völklinger Hütte bildet die Installation einen Erinnerungsort, der die Erinnerung an die Menschen wachhält, die in zwei Weltkriegen in der Völklinger Hütte Zwangsarbeit verrichten mussten. In der Arbeit von Christian Boltanski verbinden sich die Industriekultur der Völklinger Hütte, die rostigen Archivkästen und die Kleidungsstücke zu einer großen, begehbaren Raum-Installation von 3,30 Meter Breite, 6 Meter Höhe und 18 Meter Länge. Zwischen den Archivkisten führt ein enger nur von einigen Glühbirnen spärlich beleuchteter Gang zu der Installation der Kleidungsstücke.  Der Eindruck eines gigantischen Archivs stellt sich ein, die abgelegten schwarzen Kleidungsstücke suggerieren die Abwesenheit von Menschen, die einmal vor Ort gewesen sein könnten. Die gesprochenen Namen benennen konkrete Schicksale. Der Erinnerungsort für die Zwangsarbeiter der Völklinger Hütte ist mit der Dokumentation der Forschungsarbeit verbunden. Über ein Fenster in der Decke ist der Erinnerungsort auch mit dem UNESCO-BesucherZentrum verbunden. Im Rahmen der Forschungsarbeit und auf Anstoß von Christian Boltanski hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte die Statistik der „Röchling’schen Eisen- und Stahlwerke“ aus dem Archiv der Saarstahl AG erfasst und die Daten aller bekannten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter dokumentiert.

Adresse:

Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Rathausstraße 75 -79
66333 Völklingen

Weitere Informationen: 01.11.2018 bis 31.12.2028

www.voelklinger-huette.org

 


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